Manchmal werden deine Gäste zu deinen Lehrern.
Ein Gast ist zu einem unserer Reset-Retreats eingetroffen.
Über mehrere Tage hinweg sprachen wir über das Leben, das Geschäft, das Reisen und den Sinn des Lebens.
Dann sagte sie etwas so Einfaches, dass ich es sofort aufschrieb: „Lasst uns so sein, wie wir die Menschen anziehen wollen.“
Ich habe diese Worte nicht vergessen.
Dies galt nicht nur für Menschen.
Das gilt auch für Boutique-Hotels.
Viele Gastronomiebetriebe wenden enorme Mengen an Energie auf, um ein breites Publikum anzusprechen.
Familien.
Geschäftsreisende.
Parteigruppen.
Luxusreisende.
Budgetreisende.
Wellnessgäste.
Digitale Nomaden.
Das Problem ist, dass man umso weniger unverwechselbar wird, je mehr man versucht, alles zu sein.
Im Casa JOMO wurde uns nach und nach klar, dass wir keine Gäste anzogen, die sich ständige Aktivität wünschten.
Wir zogen Menschen an, die nach Ausgeglichenheit suchten.
Menschen, die Kunst schätzten.
Gärten.
Kultur.
Ruhige Morgenstunden.
Sinnvolle Gespräche.
Manche wussten erst bei ihrer Ankunft, dass sie Ruhe brauchten.
Andere buchten gezielt, weil sie genau das wollten.
Beide gehörten zusammen.
Das hat meine Denkweise über Markenbildung verändert.
Beim Branding geht es nicht darum, alle davon zu überzeugen, bei Ihnen zu bleiben.
Es geht darum, den richtigen Menschen zu helfen, sich in Ihrer Geschichte wiederzuerkennen.
Wenn Ihre Website Ihr Unternehmen ehrlich widerspiegelt... Wenn Ihre Fotos die Wahrheit sagen... Wenn Ihre Werte sichtbar sind... Dann geschieht etwas Wunderbares.
Die richtigen Gäste finden Sie.
Die falschen Gäste ziehen stillschweigend weiter.
Das ist kein Versagen.
Das ist Ausrichtung.
Wie Sarah Riley in unserem Gespräch sagte: Wenn man für alle alles sein will, wird man am Ende für niemanden mehr etwas sein.
Starke Marken haben den Mut, das falsche Publikum zu enttäuschen.
Ironischerweise ist es genau das, was die richtige Zielgruppe an ihnen so liebt.
Auch heute noch, wenn ich eine Entscheidung bezüglich Casa JOMO – oder eines anderen neuen Gastgewerbeprojekts – treffe, komme ich immer wieder auf diesen einen Satz zurück.
„Lasst uns so sein, wie wir diejenigen anziehen wollen.“
Es geht nicht nur um gute Markenberatung.
Es ist eine Philosophie für den Aufbau eines Unternehmens, das sich jeden einzelnen Tag authentisch anfühlt.